Wer ist "SHOSHOLOZA"?
SHOSHOLOZA ist XHOSA und heißt
"Vorwärts! Voran!"
Das Chorprojekt
SHOSHOLOZA, besteht aus etwa 45 Frauen und Männer aus dem Raum
Oldenburg-Bremen. Ehemals stark verwurzelt in der Anti-Apartheid-Bewegung
und mit südafrikanischen Widerstands- und Freiheitslieder in den Sprachen
der schwarzen Völker Südafrikas im Programm informiert SHOSHOLOZA heute
über Traditionen und über historische sowie aktuelle Entwicklungen in
Südafrika zu informieren. Dazu dienen Lieder aus dem täglichen Leben und
über aktuelle gesellschaftliche Probleme in der Post-Apartheid-Ära wie
HIV/AIDS. In Konzerten wird aber auch die Unterdrückungsgeschichte der
Nicht-Weißen Bevölkerung Südafrikas während der Apartheid in Liedern und
Spielszenen (Story-Telling) dargestellt.
Zur Geschichte:
Gegründet im März 1989 konnte SHOSHOLOZA (damals noch „Tshotsholoza“)
sich mit dem Singen von Freiheitsliedern und Liedern aus dem Widerstand
gegen das Apartheidsystem in den Sprachen der schwarzen Völker Südafrikas
aktiv in der Anti-Apartheid-Bewegung engagieren. Inspiration und Anleitung
erhielt SHOSHOLOZA bereits vor Projektgründung durch Begegnungen mit
dem damals im europäischen Exil lebenden ANC-Mitglied James Madhlope
Philipps (1987) sowie durch Zusammenarbeit mit dem Amsterdamer CASA-Koor (CASA
= Culture for Another South Africa) als Vorbild für dieses ausschließlich
auf das Thema „Südliches Afrika“ bezogene Projekt.
Zahlreiche Kontakte
und Workshops mit Künstlern und Gruppen aus dem südlichen Afrika haben seit
Gründung immer wieder zur musikalischen Weiterentwicklung des Chorprojekts
wie auch zur fortwährenden Auseinandersetzung mit historischen und aktuellen
gesellschaftspolitischen Themen aus dieser Region beigetragen. Dazu zählen
Treffen und Workshops SHOSHOLOZAS mit den SWAPO-Chören aus Namibia
(1989) und mit den südafrikanischen Künstlern Sophie Mgcina(1994), Hlekelo
L. Mphalele (Ndonda Khuze) (1995), Busi Mhlongo,(1997), Sipho Nkosiyane
(2000), Raymond Vuyo Mantinyana (1997-2001) und Monde Wani (seit 2002).
Einen ganz besonderen
Höhepunkt für das Chorprojekt SHOSHOLOZA stellt die Begegnung mit
Nelson Mandela im Mai 1996 dar, als dieser in seinem Amt als Präsident der
Republik Südafrika zu einem Staatsbesuch in der Bundesrepublik Deutschland
weilte. Das kleine Konzert für „Madiba“, ein kurzes gemeinsames Singen mit
ihm und seine Ansprache an SHOSHOLOZA wird allen Beteiligten des
Chores unvergessen bleiben.
Weitere wichtige
Stationen in der Geschichte des Chorprojekts sind die 3 Chorreisen nach
Südafrika (1997, 2002, 2008), bei denen SHOSHOLOZA Gelegenheiten
hatte, konkrete Erfahrungen mit Land und Menschen zu sammeln, sich mit
Situationen, Ängsten und Hoffnungen der sich entwickelnden „Rainbow-Nation“
auseinander zu setzen. Jenseits der üblichen Touristenpfade traf das
Ensemble dabei mit zahlreichen Chören, mit Politikern und Idolen aus der
Freiheitsbewegung (Walter Sisulu) zusammen, besuchte Townships, Dörfer und
Großstädte, tauschte sich mit Institutionen, Projekten und Initiativen aus.
Projekte:
SHOSHOLOZA unterstützt mit den Einnahmen aus Konzerten, CD-Verkäufen
und Spendensammlungen mehrere sozio-kulturelle Projekte in Südafrika, einige
davon sind aktuell vorrangig auf dem Gebiet der Prävention und Aufklärung zu
den Themen Jugendkriminalität, Gewalt und HIV/AIDS tätig:
· Bayede Music
Group aus Bekhuzulu /Vryheid in KwaZulaNatal (seit 2002)
· Victory
Sonqoba Theatre Company in Soweto, Newcastle und Umlazi/Durban
· Siyakhula Community Music Centre
in Umlazi/Durban
SHOSHOLOZA hält kontinuierliche und
direkte Kontakte zu diesen Projekten und bemüht sich um gegenseitige Besuche
in regelmäßigen Abständen. Durch die direkten Beziehungen bleibt
gewährleistet, dass Spendengelder wie auch Sachspenden den Projekten ohne
Umwege über andere Organisationen zukommen und Verwendungszwecke
nachvollziehbar bleiben.
Zielsetzung:
Das Chorprojekt SHOSHOLOZA will sich weiterhin mit den historischen
und vor allem den aktuellen politischen und gesellschaftlichen Verhältnissen
Südafrikas und seinen Nachbarn auseinandersetzen. Dies soll sich im
musikalischen Programm des Chores widerspiegeln, mit dem SHOSHOLOZA
durch die Inhalte der Lieder sein Publikum informiert und für die Belange
Südafrikas sensibilisiert. Dabei strebt das Chorprojekt eine beständige
Entwicklung seiner Darbietungsformen (u.a. Choreografien, Einbindung von
Elementen des Story-Telling) an. Eine inhaltliche und musikalische
Weiterbildung wird durch einen kontinuierlichen Austausch mit den
unterstützten Projekten sowie mit Chören und Künstlern aus dem südlichen
Afrika angestrebt.
Veröffentlichungen:
Vom Chorprojekt SHOSHOLOZA sind folgende CDs
erhältlich:
-
Amandla
(1993)
Mitschnitt eines gemeinsamen Konzerts mit CASA-Koor aus Amsterdam
-
Hambani
(2000)
Mitschnitte eines gemeinsamen Konzerts mit dem Auricher Chor „Neue
Töne"
-
Sesifikile? –
Sind wir schon angekommen?(2002)
Shosholoza singt Lieder aus Südafrika.
-
SHOSHOLOZA
Benefiz-Konzert (Nov. 2002)
Live-Mitschnitt, limitierte Auflage
-
Silalela/Hört uns zu - Lieder aus Südafrika
(2010)
Seit 2006 sind wir Mitglied bei SAGE Net
dem deutsch-südafrikanischen
Netzwerk.
http://www.sage-net.org/ .
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Wie arbeitet SHOSHOLOZA?
Shosholoza ist ein Chorprojekt, das grundsätzlich für
alle offen ist, die Spaß an Gesang und Freude an Bewegung, verbunden mit politischer und sozio-kultureller
Arbeit, haben
| wir proben ca. alle zwei Wochen |
| aus dem Chor bildet sich jeweils eine Programmgruppe; sie beschafft Lieder, erarbeitet Konzertabläufe und Programme |
| Auftritte, Programme und die künftige Arbeit von Shosholoza diskutieren und beschließen wir in der Regel auf unseren beiden Chorwochenenden oder auf den Probenabenden |
| die Verantwortlichkeiten für Gesang, Rhythmus und Bewegung sind bestimmten Personen zugeordnet |
| wir erlernen die Lieder mit Hilfe von Noten und/oder Texten, Überlieferungen und Übersetzungen einschließlich ihrer jeweiligen gesellschaftlichen Hintergründe und Zusammenhänge. Wir singen in
den Originalsprachen der Völker Südafrikas |
| bei Bedarf können Extraproben für Gesang, Rhythmus und/oder Bewegung nötig werden; an diesen sollte jede/r dann unbedingt teilnehmen |
| die zwei jährlichen Chorwochenenden sind integraler Bestandteil des Chorgeschehens, auch in sozialer Hinsicht |
| Gagen und sonstige Einnahmen werden für die Unterstützung von sozio-kulturellen Projekten in Südafrika verwendet |
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Kriterien für die Mitgliedschaft bei SHOSHOLOZA
| Notenkenntnisse sind für das Erlernen der Lieder nicht erforderlich |
| Teilnahme an möglichst allen Proben inkl. der Chorwochenenden wird von jedem Chormitglied erwartet |
| alle helfen mit, dass die Probe pünktlich um 19.30 h beginnen kann |
| alle singen die Lieder möglichst bald auswendig |
| alle singen die Lieder mit den dazu einstudierten Bewegungen |
| nach einigen "Schnupper"-Proben können neue MitsängerInnen festes Chormitglied werden |
Der Chorbeitrag beträgt zur Zeit 15.- € pro Jahr
SchülerInnen frei. |
| wer nicht zur Probe kommen kann, gibt jemandem in ihrer/seiner Stimme Bescheid. |
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Auftrittskriterien
| Frau/Mann muss gesanglich, textlich und in den Bewegungen sicher sein; die letzte Entscheidung über die Teilnahme am Auftritt haben ggf. die jeweilige Stimme resp. die musikalisch Verantwortlichen |
| Teilnahme an der Generalprobe vor dem Auftritt ist für alle, die mit auftreten wollen, Pflicht; es sollen möglichst auch mindestens die beiden Proben davor mitgemacht werden |
| als Auftrittskleidung haben wir vereinbart: schwarzer Rock oder schwarze Hose, schwarze Strümpfe und Schuhe, Oberteil in einer der Farben der Südafrikanischen Fahne (nur klare, leuchtende Farben: rot, blau, gelb, grün oder schwarz) |
| wir singen auswendig, also ohne Noten in der Hand |
| wenn jemand ein Lied nicht kann, tritt sie/er solange nach hinten hinter den Chor |
| Ausnahmen von diesen Kriterien können nur mit Zustimmung der Verantwortlichen für Bewegung, Percussion und Gesang gemacht werden. |
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