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Presseberichte

Oktober 2000
Chörekonzert in Meppen - Zum Schluss durfte sogar das beifallfreudige Publikum mitsingen

Singfestival mit dem Chor Shosholoza im Kossehof in Meppen

Von Hermann Wiarda

Meppen. Das Neue Meppener Vokalensemble hatte den Chor Shosholoza aus der Region Oldenburg-Bremen und die Chorwerkstatt Lingen zu einem Singfestival in den Kossehof eingeladen. Es wurde ein Abend musikantischer Gegensätze und vokaler Überraschungen; sogar das Publikum durfte zum Schluss mitsingen.

T rotz der späten Stunde begann das Meppener Vokalensemble erst einmal mit „Early in the moming“. Auswendiges Singen und fließendes Sichbewegen lieferten ein gelungenes Opening. Das berühmte Mädchen von Piräus schien In dem musikantischen Reigen ebenso gegenwärtig zu sein wie der Fremde, von dem ein Mädchen zu Tamburin und Legato-Männerchorus von Liebe singt: „Killing me softly wth this song...“ Gern noch einmal hätte das beifallsfreudige Publikum das von Ulla Hillmes interpretierte und mit einer aparten Chorbegleitung gesungene „Glive me your hand“ vernommen. Ein in die Zulutradition gebettetes Jerikho" offenbarte weiteres Können der Meppener, mit den dazugehörenden Körperbewegungen tun sich die Emsländer halt ein wenig schwer. „Thula s'thandwa sami“ gab sich als eine einfühlsam in Musik gesetzte Sprachleistung. Kompliment für dieses Lied und natürlich für die pulsierende Ascot Gavotte.

In der Pause konnte sich das Publikum eine in der Seite des großen Raumes  ausgestellte Sammlung von Bildern ansehen, die für Unterstützung von Theater- und Musikprojekten dienen soll

Die Lingener Chorwerkstatt unter Winfried Kwiotek will singende Freude bereiten und macht deswegen auch ganz andere Musik, als sonst an diesem Abend zu hören war. Geprägt wurde sie von den auf dem Klavier von der Hand des Chorleiters aus dem Moment heraus gestalteten Rhythmen und manchmal zu lauten Synkopenschlägen, die den Gesang lebhaft aufheizten und zum Swingen brachten...

Vokales Engagement in allen Stimmen, geschultes. Feeling und eine Sicherheit verbreitende Einstudierung führen zu einer Qualität, die sich hören lässt. Gesungen wurden unter anderem das „Put in on the Ritz“, „Juy of the world“ und auch ein „Everly Brothers Madley“. Die Chorwerkstatt scheint immer noch sehr experimentierfreudig zu sein und probiert Musik mal so und mal so darzustellen; das stimmliche Material hat sie dazu, was nicht zu überhören war. Und das Wichtigste: Die Lingener können lächeln!

Lieder von dem Leben der Afrikaner, von ihrem Streben nach Freiheit und dem Kampf gegen die Apartheid sang das .aus der Region Oldenburg-Bremen kommende Vokalensemble Shosholoza in verschiedenen südafrikanischen Sprachen. Seine vokale Botschaft. in fröhliche, traurige, aber auch in fordernde Melodien gebettet und in ein- und mehrstimmigen Liedern von bestechender Chordisziplin dargeboten,. ließ das volle Haus staunen. Die Gesänge flossen in adäquate Tanze, die man den Menschen dort unten in Afrika abgeschaut und in eine verständliche Choreographie umgesetzt hatte. Congas, eine große Basstrommel, Kuhglocke und Klanghölzer sorgten für rhythmische Gestalt

„Wir werden Ihnen zeigen, wie in Afrika eine Demonstration abgehalten wird. Erschrecken Sie nicht, wenn der Chor mit seinen Bewegungen drohend auf Sie zukommt", sagte einer der beiden musikalisch kompetenten Chorleiter Werner Ufferhardt und Eckhard Buchberger. Und dann begann das Singen und Tanzen in makelloser Koordination von Klang und Bewegung, dass das Publikum immer wieder in lauten Beifall fiel und offenbar nicht genug sehen und hören konnte. Besonders zu nennen ist unter anderem „Shango“, ein mit Fußstampfen und Schlaginstrumenten begleiteter gesungener Tanz mit viel Bewegung, der von uns kaum nachzuahmen ist.

Zu Herzen ging das Lied „Thula Mama“, mit dem eine Mutter zum Abschied getröstet werden soll. Es war mit Harmonien ausgestattet, die auch das Publikum verstand. Mit deutlichen Gebärden harter Arbeit unter Tage gab sich das Lied der Bergarbeiter, in dem sich Musik und Mühsal trafen.

Das Publikum durfte das Gehörte selbst in den vierstimmigen Chorsatz „Izwe Iami" umsetzen; es war verblüfft, wie gut das klang.

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Ein Informationsblatt über die Arbeit des Chorprojektes kann angefordert werden bei:
Werner Ufferhardt
w.ufferhardt@t-online.de
Ulrike Gläser
uli.glaeser@gmx.net

Wir bitten herzlich um Spenden für die von uns unterstützten Projekte auf das nachstehende Konto!

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Volksbank Oldenburg eG
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Stichwort:  Shosholoza-Projekte

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