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Presseberichte

Juni 2001
Die Achimer Chornacht - JAZZ & more im Kulturhaus KASCH

Nächtlicher Streifzug durch die Jazzkeller - 5. Achimer Chornacht mit drei Chören, vier Ensembles begeistert 300 Besucher im Kulturhaus

Von Ralf Benecke

Achim. Es waren mehr Leute da als sonst, mehr Chöre, und die Musik war auch vielfältiger: Das Kulturhaus „Alter Schützenhof" platzte während der fünften Achimer Chornacht am Sonnabend förmlich aus den Nähten - alle 300 Sitzplätze waren belegt. Wer zu spät gekommen war, musste mit einem Stehplatz am Rand des Saales vorlieb nehmen. Aber was machte das schon: Nicht aufs Sehen, sondern aufs Hören kam es an.

Vier Stunden dauerte die Nacht. Mit einem bunten Mix aus Jazz, Pop, Gospel, Klassik und afrikanischer Folklore verging sie schnell. Auch mit Zeitsprüngen und Reisen in die verschiedenen Ecken der Welt: Der Achimer Pop- und Jazzchor beispielsweise nahm die Zuhörer mit nach Amerika, in die 52nd Street. Er bot „Birdland", eingebunden in ein Medley. Chorleiter Patrick George ließ seine Sänger bei diesem Stück zur Höchstform auflaufen. Gar akrobatisch wurde der Dirigent beim letzten Lied des gastgebenden Chores, „Let's hang on". Seine kreisenden Arme animierten nicht nur die Pop- und Jazzsänger, sondern auch das Publikum, das das 30-köpfige Ensemble mit großem Applaus entließ.

Ebenfalls nach Amerika führte der Badener Poco-Chor die Zuhörer. Bei „ Joyful“ aus „Sister Act“ begeisterte vor allem das beeindruckende Solo einer jungen Sängerin. Sie ist übrigens nicht die einzige stimmgewaltige Solistin, auf die Chorleiter Gert Alsleben zurückgreifen kann. Gleich nach dem jungen Poco-Chor stellte sich der Ottersberger Kammerchor vor - und zwar als „Wettergott“. Mit „Stormy Weather“, so behauptete Chorleiter Martin Crome, habe er das draußen wütende Gewitter herbeigeholt. Die Ottersberger singen seit zwei Jahren zusammen und überzeugten im Kasch vor allem durch ihre Klangfülle. Ruhige, nachdenkliche Lieder sind ihr Gebiet. „Killing me softly“ oder „Michelle“ sind typische Auszüge aus ihrem Repertoire.

Klanglich auf höchstem Niveau präsentierte sich „Just Four“ - eine Absplitterung von „Just Friends“ aus Bremen. Das Jazz-Quartett wartete mit Klassikern wie „I got Rhythm“ auf, löste aber trotz stimmlicher Qualität nicht die Begeisterungsstürme aus, die anderen Gruppen gewiss war. Erst mit „Mr. Sandman“, dem letzten ihrer Stücke, holten die zwei Frauen und zwei Männer auch in diesem Punkt auf.

Erfahrene Chorsänger vereint auch das Sextett „Ad vocalo“. Die Mitglieder kommen bis auf eine Ausnahme aus dem Bremer Jazzchor und aus dem Achimer Pop- und Jazzchor. Die vier Frauen und zwei Männer boten ein eher stilles, qualitativ hochwertiges Programm mit Jazz und einer tragischen Erzählung in Noten. Ein kleiner Fehlstart beim Schluss-Gospel wurde charmant ausgeräumt. „Das ist eben live...“.

Völlig aus dem Rahmen fiel „Shosholoza“. Trommeln, Singen, Tanzen - jedes Chormitglied hat viel zu tun. Die afrikanischen Volkslieder rissen das Publikum zu Jubelschreien hin. Alle Songs wurden mit viel Bewegung begleitet, denn: „Südafrikanische Lieder kann man nur beim Tanzen singen“, erklärte Dirigent Werner Ufferhardt.

Und dann war da noch eine recht kuriose Truppe, die sich selbst als „die ultimative Boygroup“ titulierte: „Missing Karl-Heinz“ war stark in der Comedy, weniger bei den Stimmen. Mit witziger Choreographie brachten die Achimer aber die Besucher von Beginn an zum Lachen, so dass klangliche Unsicherheit in den Hintergrund trat.

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Werner Ufferhardt
w.ufferhardt@t-online.de
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uli.glaeser@gmx.net

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Stichwort:  Shosholoza-Projekte

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