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Presseberichte

Juni 2001
Die Achimer Chornacht - JAZZ & more im Kulturhaus KASCH

Von Gospel bis ShoweinlageFünfte Achimer Chornacht lebte von Gegensätzen / Sieben sehr unterschiedliche Ensembles

Achim (dme) – Größer hätte der Gegensatz kaum sein können: der klassisch schwarz gekleidete und auch klassisch vortragende Kammerchor Ottersberg einerseits und die acht Herren von „Missing Karl-Heinz“ mit ihrer schauspielreifen Show andererseits, obwohl alle Pop, Jazz, Gospel und andere Musik neueren Datums vortrugen.

Zu erleben waren diese beiden und fünf weitere Chöre und Gruppen am Sonnabend im Kulturhaus Alter Schützenhof  bei der „Achimer Chornacht“. Mit insgesamt sieben Ensembles traten mehr auf als in den Jahren zuvor, schließlich feierte man mit der nunmehr fünften Chornacht ein kleines Jubiläum.

Zugaben, so wurde gleich bei der Begrüßung verkündet, könnten aus Zeitgründen nicht erlaubt werden. Trotzdem dauerte das Konzert über drei Stunden und mündete noch in eine Party bis in die frühen Morgenstunden.

Den ruhigen Anfang machte das sechsköpfige „ad vocalo“, steigerte sich über den Klassiker „Caravan of love“ bis zu dynamischem Gospel. Stimmgewaltiger trat der Poco-Chor unter der Leitung von Gert Alsleben auf, der gleichzeitig die Klavierbegleitung übernahm.

In der ersten Reihe wechselten sich die guten Solos der jungen Damen mit bereits teilweise ausgebildeten Stimmen ab. Am besten kam ihr Schlussstück „Joyfull“ an, ursprünglich Beethoven, aber bereits als Filmmusik für „Sister Act“ umgearbeitet und mit Rap-Einlage von Alsleben.

Dass der Ottersberger Kammerchor neben Pop und Jazz viel klassische Musik pflegt, hörte man doch ein wenig an dem eher braven, wenn auch sonst gutem Vortrag. So wollte der Funke zum Publikum anfangs nicht so recht überspringen, bis „Bar-, Bar-, Barbarane“ doch noch Schwung in die Reihen brachte.

Das Kontrastprogramm folgte mit „Missing Karl-Heinz", der Männer-Truppe des Achimer Pop- und Jazz-Chores. Mit nur acht von eigentlich elf Herren fehlte ihnen zwar etwas Volumen, aber entscheidender war ihre Show: Angefangen mit dem Rätselraten über die Kappen und Freizeithemden am Garderobenständer, fortgesetzt mit der Suche nach „Karl-Heinz“, der sich im Saal jedoch nicht finden ließ, und einer gelungenen Elvis-lmmitation.

Den Höhepunkt bot die „ultimative boy-group“, als sie in ihren bunten Hemden (vom Garderobenständer) stocksteif bayrisches Volkslied erklingen ließ - mit sparsamer, aber überzogener Gestik und zur Gaudi des ganzen Saales.

Vom Achimer Pop- und Jazzchor ist man Gutes gewohnt, das er erneut bestätigte. „Das meiste ist auf dem Mist von Patrick George gewachsen“, kündigte eine Chordame an und meinte die folgenden Arrangements quer durch das Repertoire. Blümchen für Chorleiter George gab es ausnahmsweise schon vorher.

Die Bremer „just four" lieben offenbar Gershwin, den sie gleich mehrfach vortrugen. Außergewöhnlich gut imitierten sie mit ihren Stimmen   die   Instrumente,   die normalerweise zu diesen Stücken gehören.

Nach einer Umbaupause und zum krönenden Abschluss der Chornacht kam „Shosholoza“. Sie brauchten unbedingt eine ebene Bühne, denn ihre Musik „muss mit Bewegung sein“, erklärte einer der Dirigenten.
Ihr ungewöhnliches Repertoire: südafrikanische Widerstands- und politische Lieder, aber auch Traditionelles. Und die Bewegung schwarzer Südafrikaner brachten sie wirklich rüber, einschließlich Rassel und Trommeln.

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