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Presseberichte

22. Januar 2007
Klangvolle Stimmen gegen Rechtsextremismus

So schön kann der Widerstand sein. Weil immer noch gilt, was die Band Ton, Steine, Scherben einst sang: "Allein machen sie dich ein" (gestern wiedergegeben vom DGB-Chor aus Hannover), versammelten sich am Abend inklusive der Sängerinnen rund 300 Menschen in der Delmeburg, um symbolisch Flagge zu zeigen oder klangvoll die Stimme zu erheben gegen den Rechtsextremismus.
Die Initiative ZivilCHORage und das Aktionsbündnis Forum gegen Rechts hatten zu dem Benefizkonzert geladen. Das veranstaltende Delmenhorster Chorprojekt Shosholoza und die Gruppen Bundschuhchor (Oldenburg), Buchtstraßenchor (Bremen), ChOhrwurm (Rotenburg) und der Chor des Deutschen Gewerkschaftsbundes verzichteten auf ihre Gage. Der Erlös wird für die Gewalt vorbeugenden Projekte des Kriminalpräventiven Rates (KPR) verwendet.
Die schwungvoll rockende Seele ("Rock my Soul") und das mitreißende afrikanische Freiheitsgefühl besang ChorOhrwurm. Sofort wippten die Zuhörer im Takt mit. Der DGB-Chor hatte Lieder mit einsatzfreudigen Parolen gewählt: "Alles verändert sich, wenn du es veränderst." Und er sang in der Ballade vom Wasserrad davon, "dass sich im Krieg Menschen umbringen, die sich nicht kennen, auf Geheiß von Menschen, die sich kennen, aber nicht umbringen".Der Buchtstraßenchor schmetterte einen umgetexteten Kriminaltango, den "Terroristentango, der nie endet". Der Budschuhchor zitierte den biblischen Psalm 58, sang von den Gottlosen, die vom Mutterleibe an verkehrt seien, und sang davon, dass sich am Ende doch nur der Gerechte wird freuen können. Und Shosholoza beschlossen den Abend, wie er knapp zweieinhalb Stunden vorher begonnen hatte: Mit den Lieder des Widerstands der unabhängigen Freiheitsbewegung der drangsalierten Völker Südafrikas.
Beifall, Jubelrufe und jauchzende Pfiffe - das Publikum, das für das große Vergnuügen kleines Geld bezahlt hatte, war wie die Chöre gleich doppelt zufrieden: Man hat Spaß gehabt, und etwas Gutes getan. Mit den Einnahmen, die nach Abzug der Kosten übrig bleiben, werde der KPR seine vier auf Spenden angewiesenen Projekte und Beteiligungen - die Mitternachtshallen, die Nachbarschaftsbüros, "Faustlos" und das neue über den Nationalsozialismus aufklärende Unternehmen "Wolf im Schafspelz" - weiter stärken, kündigte KPR-Geschäftsführerin Angelika van Ohlen an. Sie erläuterte dem Publikum die Ziele des vor 13 Jahren von Norbert Boese ins Leben gerufenen KPR: "So früh wie möglich Gewalt und Sucht vorbeugen" und "Hinschauen statt wegsehen". Seit 1999, auch das machte Angelika van Ohlen deutlich, seien die Erfolge des KPR statistisch zu erkennen. Aus der einstigen Kriminalitätshochburg Delmenhorst sei eine der überregional sichersten Städte geworden.
Während Moderatorin Heike Newton mit Blick auf das Hotel dafür warb, aus "dem kämpferischen Gegen ein soziales Für" werden zu lassen, sagte Forumsprecher Ulrich Kelm, dass die Gefahr, es kämen haufenweise Neonazis in die Stadt, abgewendet sei, und dass "die Nachnutzung des Hotels dann nicht mehr das große Überl sein wird."

Weser-Kurier

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w.ufferhardt@t-online.de
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