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Presseberichte

23. Januar 2007
Solidaritäts - Songs gegen Rechtsextremismus

Einen starken Zuspruch erlebte am Sonntagabend die Initiative ZivilCHORage, die zum Finale des erfolgreichen Kampfes gegen die Ansiedlung eines rechtsradikalen Schulungszentrums in Delmenhorst zum Demonstrations-Konzert geladen hatte. Chöre aus Hannover, Rotenburg, Oldenburg, Bremen und Delmenhorst hatten den Weg in die Delmehalle gefunden, um in einer Mischung aus internationalen Solidaritäts-Songs und engagiert-demokratischen Liedern den Kampf gegen rechte Gewalt zu einer dauerhaften Aufgabe zu erklären. 
Bevor der "ChOhrwurm" aus Rotenburg mit einer "Intrada  A Capella" aus dem 16. Jahrhundert sowie einem Freiheitslied der südafrikanischen Anti-Apartheidsbewegung das Konzert eröffnete, hatte der DGB-Vorsitzende Uli Kelm nochmals den erfolgreichen Kampf zahlreicher Delmenhorster Initiativen Revue passieren lassen, der schließlich zum Kauf des Hotels durch die Gemeinnützige Siedlungsgesellschaft geführt hatte. Eine Sprecherin des Delmenhorster Chorprojekts "Shosholoza" umriss zudem den politischen Anspruch, dem sich insgesamt 24 Chöre aus dem nordwestdeutschen Raum im Kampf gegen rechte Gewalt verpflichtet haben. Man dürfte nicht übersehen, dass Rechtsradikale andernorts weiterhin unermüdlich in Aktion seien. Die weiteste Anreise hatte der DGB-Chor Hannover auf sich genommen, der nach den international ausgerichteten Beiträgen des Rotenburger "ChOhrwurms" sein besonderes Augenmerk auf den schmalen Grat zwischen demokratischem Anspruch, gesellschaftlicher Wirklichkeit, Arbeitsdisziplin und Utopie legte. Mit dem Song "Alles verändert sich, wenn Du es veränderst" appelierten die singenden Gewerkschafter sehr bewusst an die gesellschaftliche Verantwortung jedes einzelnem im Saal.
Mit viel Biss und radikalen Tönen verstand es auch der Bremer "Buchtstraßenchor", das Publikum für den Kampf gegen Rechts zu mobilisieren. In seiner Version des "Kriminaltangos" prangerte der Chor unter anderem Fischers Fritz und Lieschen Müller an, die vor offensichtlich rechtsradikalen Aktionen in Ihrer Nachbarschaft all zu oft bewusst die Augen verschließen. Starken Beifall erhielten die Bremer für ihre "Nationalgefühl"- Hymne, mit der sie ironisch die neue nationale Welle des Jahres 2006 aufspießten.
Im zweiten Teil des Abends präsntierte der Oldenburger "Bundschuh-Chor" Ausschnitte seines internationalen Programms sowie eindringliche Versionen von "Rückkehr zur Natur" und dem "Psalm 58". Die Gastgeber "Shosholoza" entführten das Publikum schließlich in das Südafrika der Nach-Apartheid-Ära. Ungeschminkt wurden Themen wie Aids problematisiert und so aufgezeigt, dass der Kampf um gerechte gesellschaftliche Verhältnisse im südlichen Afrika längst nicht beendet ist.

Delmenhorster Kreisblatt

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