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Presseberichte

11.03.2013
Wehmut war beim Abschied fehl am Platz

Das Forum der IGS Aurich war voll besetzt. Heinrich Herlyn hatte den politisch engagierten Chor im Jahre 1987 gegründet.

Aurich – Mit einem fulminanten Südafrika-Abend, mit Gesang, Tanz und Trommelwirbel vom Schwarzen Kontinent sagte der Auricher Chor „Neue Töne“ am Sonnabendabend im Forum der IGS Aurich West Ade und verabschiedete sich von seinen Fans. Alle Plätze im Forum waren dabei besetzt. Auch viele ehemalige Mitglieder des Chors waren gekommen.

Anfang des Jahres hatte Chorleiter Heinrich Herlyn angekündigt, die „Neuen Töne“ aufzulösen (OZ berichtete). Als Gründe dafür nannte der Sandhorster Lehrer unter anderem den hohen Zeitaufwand und die damit verbundenen Belastungen der Chormitglieder, Konzerte und Auftritte vorzubereiten.

Herlyn hatte den politisch engagierten Chor 1987 im Sog der Friedensbewegung aus der Taufe gehoben. Im Laufe der Jahre machten sich die „Neuen Töne“ mit einem Repertoire von Brecht und Heine bis hin zu jiddischen Gesängen in der Region einen Namen. Von Anfang an prägte Herlyn mit seinen ausgetüftelten Bühnenprogrammen und seiner besonderen Passion für die afrikanische Kultur und Musik die Geschicke des Chores.

Trübsalblasen und Wehmut waren am Sonnabend nicht angesagt. „Jabulani Afrika! – Freue dich, Afrika!“: So hieß das Motto des Abends, und so gestaltete sich die Veranstaltung denn auch zu einem launigen und kurzweiligen Konzert. Abschied feiert man mit Freunden. Und daher hatten die „Neuen Töne“ den Chor „Shosholoza“ aus Oldenburg und Bremen zu einem Auftritt eingeladen. Mit dem Chorprojekt aus der „Nachbarschaft“ bestand schon seit Beginn eine lange Freundschaft und Verbundenheit, auch durch das Engagement für Afrika.


 

In einem beeindruckenden Mix aus Gesang und Erzählung inszenierte der Gastchor das Leben einer alten Frau aus Südafrika, die das Ende der Apartheid miterlebt, dann aber auch mit den großen Problemen des neuen Südafrikas, wie Arbeitslosigkeit und Aids, konfrontiert wird.

Ein Höhepunkt des Abends war die Performance des Tänzers Aikins Hyde aus Ghana, der von seinem Landsmann Kotey Niikoi an der Trommel begleitet wurde. Noch mehr südafrikanische Drums gab es dann mit Ibrahima Ndiaye aus Senegal und der Auricher Percussionistin Roswitha Eden. Auch Chorleiter Herlyn zeigte dabei seine Trommelkünste.

Natürlich warteten dann alle im Publikum auf den letzten Auftritt der „Neuen Töne“. Mit ihrer kleinen und bunten Auswahl aus Politsongs, Liebes- und Karnevalsliedern sowie einer ironisch angehauchten Version von „Maleika“ zogen die Sängerinnen und Sänger noch einmal alle musikalischen Register und sorgten für beste Stimmung im Publikum.

Mit einem großen Finale aller Künstler endete dann für die „Neuen Töne“ nach 26 Jahren das Chorleben. Doch den Abgesang hatte sich Chorleiter Herlyn vorbehalten. Er präsentierte zur Gitarre eine kleine selbst komponierte Hommage, in der er augenzwinkernd und humorvoll die Geschichte seines Chors Revue passieren ließ.

Quelle: Ostfriesen Zeitung (e-paper) – 11. März 2013

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