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Presseberichte

Juni 1999
Shosholoza will weiter vorwärts gehen

Chor feierte zehnjähriges Bestehen - Unterstützung für Projekte in Südafrika

Delmenhorst. „Shosholoza ist ein Wort, aus der Sprache der Xhosa und heißt „vorwärts“. In diese Richtung will der in Delmenhorst beheimatete Chor gleichen Namens gehen. Doch am Sonnabend gestatteten sich die knapp 60 Chormitglieder sowie rund 100 geladene Gäste in der Villa ausnahmsweise auch einen kleinen Blick zurück. Schließlich galt es, das zehnjährige Bestehen des Chores zu feiern, der sich die Solidarität mit der schwarzen  Bevölkerungsmehrheit in Südafrika auf die Fahnen geschrieben hat.

„Africa, Africa“ tönte es mehrstimmig durch den Saal, nachdem sich Gastgeber und Gäste am selbst Bestückten kalten Büfett gütlich getan hatten. Der befreundete Chor „Neue Töne“ aus Aurich stimmte diesen programmatischen Gesang an, brachte anschließend allerdings lieber einige satirische Stücke aus einem Tucholsky-Konzert zum Besten, weil das Afrikanische ja doch die Spezialität des „Geburtstagskindes“ sei.

Das ließ mit einer Probe seines Könnens allerdings noch etwas auf sich warten, denn zunächst sang ein Vertreter des CASA(Culture for Another South Africa)-Chores aus Amsterdam das bewegende Spiritual „Oh Freedom“. Die nachdenkliche Stimmung ging aber bald in ausgelassene Freude über, als Raymond aus Südafrika, Leopoldo aus Mozambique und der deutsche Percussionist Willi die Bühne betraten und mit ihren eingängigen und rhythmusstarken afrikanischen. Stücken bald den halben Saal zum Tänzen brachten, soweit das zwischen Tischen und Stühlen möglich war.

Damit bereiteten sie den idealen Boden für Shosholoza, die einen Querschnitt durch ihr Repertoire boten und mit ihrer in der deutschen Chorszene seltenen, aber für Afrika umso typischeren Verbindung von Gesang und Tanz besondere Akzente setzten. Traditionell schloss der Chor mit der Hymne Nkosi Sikelel’ i Africa (Gott segne Afrika)

In einer kurzen Ansprache erinnerte der Chor an die Anfänge in der Anti-Apartheid-Bewegung. Mit den ersten freien Wahlen in Südafrika, an denen die schwarze und weiße Bevölkerung gleichberechtigt teilnehmen konnte, war 1994 zwar ein wichtiger Schritt getan. Doch der Chor beschloss, Menschenrechte and Demokratie nun durch die Förderung der Kulturarbeit mit jungen Schwarzen zu unterstützen. Wichtig Impulse gab dabei Begegnung mit dem früheren Führer der Befreiungsorganisation ANC und jetzigen Präsidenten Südafrikas, Nelson Mandela, der 1996 gemeinsam mit dem Chor in Bonn sang und tanzte.

Vor allem aber informierten sich rund 30 Chormitglieder im Frühjahr 1997 auf einer Südafrikareise über die Bedingungen vor Ort und knüpften Kontakte. Davon profitieren nicht nur vier Projekte in Pietersburg und Johannesburg, sondern auch der Shosholoza-Chor. Denn im Rückreisegepäck waren neben vielen Erinnerungen vor allem neue Stücke und Interpretationen, die jetzt die Konzerte bereichern.

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Ein Informationsblatt über die Arbeit des Chorprojektes kann angefordert werden bei:
Werner Ufferhardt
w.ufferhardt@t-online.de
Ulrike Gläser
uli.glaeser@gmx.net

Wir bitten herzlich um Spenden für die von uns unterstützten Projekte auf das nachstehende Konto!

Kontoverbindung:
Chorprojekt Shosholoza
Volksbank Oldenburg eG
IBAN DE40 2806 1822 3124 5145 00
BIG GENODEF1EDE
Stichwort:  Shosholoza-Projekte

Kontakt

 

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