Mandela tanzte - Bremer Chor sang in Bonn
Bremen. Bei seinem Deutschlandbesuch sprach Nelson Mandela nicht nur im Bundestag und durchschritt das Brandenburger Tor – er traf auch den Bremisch-Niedersächsischen Chor „Tshotsholoza“. Die 30 Sängerinnen und Sänger erfreuten den südafrikanischen Staatspräsidenten am Donnerstag in Bonn mit mehreren Freiheitsliedern in seiner Heimatsprache.
Präsident Mandela war von den afrikanischen Klängen derart angetan, dass er zusammen mit seinen Begleitern und den Chormitgliedern tanzte und sang. Der Staatsmann hielt sogar eine kurze Ansprache und bedankte sich mit Handschlag bei allen Sängern für die jahrelange Solidarität im Kampf gegen die Apartheid. „Dieser Auftritt war für uns der Höhepunkt seit Bestehen unseres Chors“, erzählte Mitbegründerin Ilse Andrianopoulos.
Zustande gekommen war das Treffen mit Mandela auf Einladung der südafriaknischen Botschaft. Bis dorthin war vorgedrungen, dass der Chor, dessen Mitglieder zum größten Teil aus Bremen kommen, seit sieben Jahren Freiheitslieder der Völker Südafrikas und Namibias singt. „Tshotsholoza“ kommt aus der Sprache der Zulus und bedeutet soviel wie „Vorwärts“. Ostern 1997 wollen die „Tshotsholoza“-Leute in Südafrika singen.
Der nächste Auftritt in heimischen Gefilden findet am Freitag, 31. Mai, um 20 Uhr in den Weserterassen statt. Wer den Chor verstärken möchte, kann sich an Eckhard Buchberger wenden (Telefon 7 49 97).
(aus Weser Kurier)
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