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Presseberichte

Mai 2000
Konzert in Aurich mit dem Chor NEUE TÖNE im Mai 2000

Die Geschichte der Schwarzen von Europäern gesungen

(Fotos vom Konzert)

Ostfriesen Zeitung 29. Mai 2000
Auricher Neue Töne und SHOSHOLZA bieten interessantes Programm

Aurich. Es ist doch gewöhnungsbedürftig, wenn auf einmal weiße Menschen, die ganz klar als Europäer zu erkennen sind, auf der Bühne stehen und südafrikanische Lieder singen und sich dazu so ganz anders bewegen als Europäer es normalerweise tun. Aber das Publikum im Forum der Integrierten Gesamtschule West (IGS) in Aurich schien das Programm zu kennen, zumindest aber zu mögen. Denn Beifall gab es am Sonnabendabend genug für den bekannten Auricher Chor "Neue Töne" und vor allem für das Bremer Chorprojekt Shosholoza.

Wenn man sich die Geschichte der beiden Chöre anschaut, dann ist es auch nicht mehr ganz so befremdend. Vor allen Dingen ist es ein guter Ansatz. Die Auricher Neuen Töne haben sich 1987 zusammengefunden, um gegen die Apartheid in Südafrika zu singen und den Befreiungskämpfern des ANC ihre Unterstützung zu zeigen. Damals studierten sie südafrikanische Lieder ein, um sich zu solidarisieren. Die Neuen Töne haben in den vergangenen Jahren viele verschiedene Projekte gemacht, unter anderem das Tucholsky-Programm oder auch ein Krimi-Programm. Der Bremer Chor hat sich aus der gleichen Absicht heraus gebildet, beschäftigt sich aber bis heute vor allem mit Südafrika.

An der IGS traten die Chöre gemeinsam und getrennt auf, um alte und neue Lieder zu singen. Vor allem ging es darum, die Geschichte der Schwarzen zu erzählen aus der Zeit der Unterdrückung und der jungen Demokratie, die noch weit von wirklicher Gleichstellung entfernt ist. Gelungen waren vor allem die schnelleren, rhythmischen Lieder. Da kamen die vollen Stimmen der Sänger toll zur Geltung. Die langsamen Lieder erinnerten teilweise jedoch eher an europäische Chorlieder, vor allem, wenn hoch gesungen wurde. Zu jedem gab es eine inhaltliche Erklärung, was gut war, denn so konnte man versuchen, sich vorzustellen, aus welcher Situation heraus die Lieder entstanden sind.

Die Bremer Sänger wirkten etwas professioneller als die Auricher. Vielleicht, weil es mit 40 Musikern mehr Aktive waren. Vielleicht auch, weil sie sich sehr intensiv mit Südafrika auseinander setzten und vor einigen Jahren auch mal gemeinsam dort waren. Was man auf jeden Fall allen anmerkte, besonders bei den gemeinsam gesungenen Stücken, ist die Begeisterung für die Sache. Und deshalb ist es auch nicht schlimm, wenn es teilweise etwas gewöhnungsbedürftig ist.

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