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Südafrika  

Tutu verteidigt Homos 22.01.2007

Meldung: queer.de

Der südafrikanische Erzbischof Desmond Tutu hat bei einer Pressekonferenz in Nairobi die anglikanischen Kirchenführer aus Afrika ermahnt, sie sollten sich lieber um drängende Angelegenheiten wie Armut oder HIV kümmern statt ihren Kreuzzug gegen Homosexualität fortzusetzen. "Ich bin tief beunruhigt, dass wir uns angesichts der entsetzlichen Probleme nur darauf konzentrieren, wer mit wem schläft", so der Friedensnobelpreisträger. "Es ist ohnehin ungerecht, jemanden für seine sexuelle Ausrichtung zu bestrafen. Denn niemand sucht sich das aus. Das ist das selbe, als würde wir gegen jemanden wegen seiner Hautfarbe oder seine Rasse vorgehen. Ich verstehe nicht, warum wir eine Minderheit bestrafen, die ohnehin schon verfolgt wird." Der Gott, zu dem er bete, sehe Homosexualität nicht als höchste Priorität an, argumentiert Tutu. Anglikaner- Chef Rowan Williams hatte vor kurzem die Erwartung geäußert, dass sich die konservativen Landeskirchen der Dritten Welt wegen ihrer Ablehnung von Homosexualität von der Gesamtkirche abspalten würden (queer.de berichtete). Anlass für die Auseinandersetzungen war die Weihe eines schwulen Bischofs in der liberalen US-Kirche vor gut drei Jahren (queer.de berichtete). (dk)

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