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Südafrika  

Aufschrei der Empörung nach Ermordung von David Rattray

February 01, 2007 Edition 2, Pretoria News, Sapa

Aufschrei der Empörung nach Ermordung von David Rattray

David Rattray starb am 26. Januar 2007 bei dem Versuch, seine Frau vor Einbrechern zu schützen. Der gewaltsame Tod dieses bekannten Historiker löste einen Aufschrei im gesamten Südafrika aus. Diese Tat gilt als symptomatisch für die Sicherheitssituation besonders in ländlichen Gegenden von SA. Bereits 10 Tage später wurde in einem der schnellsten Prozesse der südafrikanischen Justiz in jüngster Geschichte einer der Beteiligten zu 25 Jahren Gefängnis verurteilt.

Präsident Mbeki ging am letzten Freitag in seiner Eröffnungsrede nach der Sommerpause des Parlaments mit folgender Frage auf die Situation ein:  Was nützt uns Wohlstand und der Fortschritt, wenn jeder sich hinter Mauern und Stacheldraht verschanzen muß und die Errungenschaft nicht in Freiheit gemeinsam auf der Straße genossen werden können?

Aus Anlass dieser Tat beschäftigt sich die südafrikanische Presse  verstärkt mit dem Thema Kriminalität. Ein Beispiel nachfolgend:

Kriminalistät betrifft mehr als acht von 10 Betrieben in SA ergab eine Untersuchung von Grant Thornton.

Danach berichten 84% der mittleren bis großen privaten Betriebe, dass Beschäftigte oder ihre Faminlien in den letzten 12 Monaten von Kriminalität betroffen waren. Folgen sind erhöhte Sicherheitsausgaben, geringere Produktivität und Kreativität. Delikte wie Einbruch, Carjacking, Gewaltkriminalität oder Straßenkriminalität betrafen fast jeden der untersuchten 200 Betriebe und Geschäfte. Nicht eingeschlossen waren 'White collar and blue collar crime', also Kriminalität innerhalb der Betriebe durch das Management oder die Beschäftigten.
Die Untersuchung ergab, dass der Optimismus bei privaten Unternehmern  deutlich geringer als in vergangenen Jahre war, obwohl die Wachstumserwartungen im Bereich Umsatz, Profitablität und Beschäftigung höher sind als je zuvor.

Dieser Widerspruch wird in erhöhter Kriminalität und Unsicherheit in der Nachfolge des Präsidentenamtes  gesehen.

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