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Südafrika  

Südafrika: WAHLPROGNOSEN zum 22.04.2009

afrika süd 2/2009

Gerd-Rüdiger Stephan

"Vorhersagen zum voraussichtlichen Wahlergebnis sind schwierig.  Die meinsten Zahlen basieren auf (zum Teil nicht repräsentativen) Umfragen mit relativ wenig Beteiligten.  Die aufgrund der jugendlichen Bevölkerungsstruktur relativ große Zahl von Erstwählern, über deren politische Orientierung wenig zuverlässiges bekannt ist, erschwert Prognosen zusätzlich.  Die auch in diesem Jahr zu erwartende, seit 1994 immer sehr hohe, Wahlbeteiligung spielt ebenfalls eine Rolle (eventuell wird diese deutlich sinken).  Die Medien, politische Beobachter und Sozialwissenschaftler gehen derzeit davon aus, dass der ANC (bei Fortsetzung der "Allianz") über 55 Prozent der Stimmen, allerdings keine Zweidrittelmehrheit merh, erreichen könnte.  Die DA könnte Stimmen dazu gewinnen, wird allerdings wohl kaum die 20-Prozentmarke überschreiten.  Cope weren etwa zehn Prozent zugetraut, wobei die Schwunkungsbreite der Prognosen in diesem Fall beträchtlich ist. Die IFP könnte sich bei etwa fünf Prozent halten.  Der wahrscheinlich nicht beträchtliche prozentuale Rest (um zehn Prozent oder weniger) verteilt sich wiederum auf mehrere kliene Parteien, die damit erneut faktisch keinen parlamentarischen Einfluss besitzen werden.
    Auf Provinzebene dürfte es zu erheblichen Differenzierungen kommen.  Am Westkap wird erwartet, dass DA und Cope eine Mehrheit gegenüber dem ANC erreichen.  Am Ostkap, aber auch im Free State, zeichnen sich die besten Teilergebnisse for Cope ab.  Traditionell hat die IFP in KwaZulu-Natal einen gewissen Einfluss.  In den nordöstlichen Provinzen dominiert der ANC recht deutlich."

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